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Meine Erinnerungen an den Busumsteigeplatz am Hallenbad
- Autor: Erhard Schaeffer
- Zeit: 1961
- Ort: Hallenbad-Ost
- Vom: 24.08.2025
- Themen: Stadtentwicklung, Menschen erzählen
Am Busbahnhof neben dem Hallenbad Ost 1961
Foto: HNA 12.09.2016
Umschlag Platz, so wurden Orte bezeichnet an denen Waren oder Material von dem einen- auf ein anderes Transportmittel verladen, umgeschlagen wurden. In der folgenden Schilderung handelt es sich um einen solchen oder, da hier Menschen unterwegs waren, besser gesagt um eine Drehscheibe. Dieser Ort befand sich östlich der Fulda im Bereich der Stadt um das Hallenbad in der Leipziger Straße. Die Transportmittel: Vielseitig und fallen heute unter den Begriff Öffentlicher Personen Nahverkehr.
Hans-Peter Pütz, schrieb 2025 seine Erinnerungen an den Busumsteigeplatz am Hallenbad nieder.
In der Zeit der 50.- und 60. Jahre, dass ist der Zeitraum an den sich der Schreiberling erinnern kann, war das Zusammentreffen der Menschen dort mit Episoden oder mit dem Austausch von Neuigkeiten verbunden. Menschen auf dem Weg an- oder von der Arbeit, aus den Umliegenden Orten von Kassel. Am Morgen sah man sich nur kurze Augenblicke denn Jeder/e wollte pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen so blieb meistens nur ein kurzes „Morjen“! beim Umsteigen auf dem Weg den man gemeinsam ging. Vielleicht lag es auch daran, dass Menschen morgens immer schon mundfaul oder MORGENMUFFEL waren. Trotzdem ergaben sich Freundschaften die lange anhielten und teilweise heute noch bestehen.
Die Verknüpfungen der Verkehrsströme fanden im Bereich der Söhre- und Leipziger Straße statt, hier trafen sich die verschiedenen Verkehrsadern. Da waren die Buslinien aus Lohfelden, Bergshausen über Waldau oder aus dem Erlenfeld (Forstfeld). Die Söhrebahn beförderte ihre Fahrgäste aus Eiterhagen, die schon einen Umstieg in Wellerode-Wald auf dem Weg nach Kassel, hinter sich hatten weiter von Wellerode, Vollmarshausen Ochshausen und dem Lindenberg an den Endbahnhof Söhrestraße. Die am weitest gereisten kamen mit der Waldkappeler Bahn an. Es waren Reisende aus Walburg, Hessisch Lichtenau, Fürstenhagen, Eschenstruth, Helsa und Kaufungen für die als Umsteigstation der Bahnhof Bettenhausen da war. Von hier war man schneller in der Stadtmitte und der Nordstadt (Henschel), der Zug fuhr von dort noch weiter über Waldau, Nieder- Zwehren Wilhelmshöhe zum Hauptbahnhof. ..
So herrschte auf der Haltestelleninsel der Straßenbahn -Linie 2 und 8 Oft ein Gedränge und das nicht nur am Morgen. Erst am Stern zerstreute sich die Menschenmasse hier versorgte ein pfiffiger, lautstarker Zeitungsverkäufer mit den neusten Schlagzeilen der Zeitung mit den vier Buchstaben an-, ab- und weiterfahrende Mitmenschen, das war wie man heute sagen würde: Die morgendliche Dröhnung.
In den Buslinien gab es auch immer wieder lustige Ereignisse so stieg zum Beispiel in die Linie 30 ab Erlenfeld jeden Morgen ein ältere Herr ein, der sich mit der Bemerkung: „Endlich kann ich mich mal setzen, nachdem ich die ganze Nacht gelegen habe“ seufzend auf den Sitz fallen ließ. Wir jungen Burschen haben auch oft versucht beim Umsteigen, mit den Mädels aus den anderen Regionen anzubandeln. Das sah dann meistens so aus: Morgens nur ein kurzer Flirt aber am Feierabend war mehr Zeit und manchmal war mindestens EIN Anschluss verpasst…
Wie ist das in der heutigen Zeit? Na, ja das Liniennetz ist öfters modifiziert schon allein deshalb weil die Eisenbahn nicht mehr für den Personen Verkehr zur Verfügung stand. Die Fahrwege, was die Söhrebahn betraf wurden anfangs noch für den Gütertransport (Kohle) mit Umschlag im Bahnhof Bettenhausen, genutzt. Dann aber entfernte man verhältnismäßig schnell den gesamten Gleiskörper. Der Grund hierfür war umstritten unter anderem auch, dass Interesse an einer Straßenbahnverbindung nach Lohfelden bestand. Die Bus Verbindung (L 30) wurde über das Stadtgebiet zunächst bis Lohfelden, später bis Eiterhagen verlängert. (L 37 ) So sind heute alle Orte die, die Linie tangiert von- und nach Kassel Hauptbahnhof über die Stadtmitte umstiegsfrei zu erreichen.
Im Bereich der Waldkappler Bahn ( DB ) wurde ähnlich verfahren, hier blieben die Schienen für den Güterverkehr aus dem Meißner Vorland bis heute und werden entsprechend genutzt. Der Personenverkehr erlebte ab 2006 als „Lossetalbahn“ eine Renaissance via Tram in dem Streckenverlauf. Nach und nach wurde die Strecke zwischen Hessisch Lichtenau und der Kasseler Innenstadt für die Straßenbahn elektrifiziert, aktiviert und auch gut von den Fahrgästen angenommen. So entfielen zwei Umsteigepunkte im Bereich Hallenbad. Die Busverbindungen aus Sandershausen, Bergshausen, Lohfelden und Waldau verknüpfen sich Heute am Platz der deutschen Einheit mit den Straßenbahnlinien 4, Lossetalbahn und 8. So besteht wieder eine Drehscheibe in alle Richtungen mit dem ÖNV im östlichen Teil unserer Stadt mit wesentlich kürzeren Wegen beim Umsteigen.
Weitere Gedanken im Bezug auf den Personenverkehr, macht man sich zur Zeit um ein neues Bus Fernreise System. Dabei verbinden Reisebus Fahrzeuge Großstädte, zum Teil über das deutsche Autobahnnetz, zu günstigen Tarifen miteinander. Im Bereich der Stadt Kassel fahren die Linien im Moment noch über die Süd -Stadt und den Stadtteil Wehlheiden, den Fernreise Bahnhof Wilhelmshöhe an. Wegen der jetzt schon enormen Verkehrsdichte in diesen Quartieren favorisiert man eine Umsteige Stationen östlich der Fulda im Bereich des Ölmühlen Weges an.
Hans-Peter Pütz H.-P.P (*16.12.1940, +10.08.2025) war ein Mensch mit viel Humor und einem besonderen Blick auf die Dinge des täglichen Lebens. Er wohnte in Forstfeld einem Stadtteil des Kasseler Ostens mit dem er sich verbunden fühlte. H.-P.P brachte die Menschen mit seinen vielen Gedichten und Geschichten zum Nachdenken und auch zum Schmunzel. Unter dem Pseudonym Hannes präsentiert er in Mundart dem sog. "Fullebrüggen Ladein" dem Leser seine Kurzgeschichten und Lebensweisheiten. Sie wurden regelmäßig in dem StadtteilEmagazin Köstlich, bei dem er auch in der Redaktion mitwirkte, veröffentlicht.
Text: Hans-Peter Pütz, 2025
Editor: Erhard Schaeffer, August 2025
Quellen:
Hans-Peter Pütz
Zeitungsdausschnitt HNA vom 9.12.1961
HNA 13.09.2016
Archiv Gerhard Böttcher Kassel
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Kurzbeschreibung
Umschlag Platz, so wurden Orte bezeichnet an denen Waren oder Material von dem einen- auf ein anderes Transportmittel verladen, umgeschlagen wurden. In der folgenden Schilderung handelt es sich um einen solchen oder, da hier Menschen unterwegs waren, besser gesagt um eine Drehscheibe. Dieser Ort befand sich östlich der Fulda im Bereich der Stadt um das Hallenbad in der Leipziger Straße. Die Transportmittel: Vielseitig und fallen heute unter den Begriff Öffentlicher Personen Nahverkehr. Hans-Peter Pütz, schrieb 2025 seine Erinnerungen an den Busumsteigeplatz am Hallenbad nieder.
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