Hessen
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1809

Westfalenwappen

Westfalenwappen
Foto: @ Stadtteilzentrum Agathof e.V.

Das Oberneustädter Rathaus wurde 1809 geräumt. In die ehemaligen Amtsstuben zog das erste Mädchengymnasium der Stadt ein, das Lyceum mit Studieranstalt, das seinerseits zur Keimzelle für die spätere Malvida-von-Meysenbug- und heutige Heinrich-Schütz-Schule wurde.

Jérôme Bonaparte kaufte das Schlösschen Schönfeld im Jahre 1809 von dem Bankier Jordis und ließ auch die Parkanlagen erweitern. Eine der beiden neu angelegten Chausseen führte direkt nach Napoleonshöhe. Während der Zeit des Königreichs Westfalen in den Jahren 1807 bis 1813 wurde das Schloss Wilhelmshöhe Napoléonshöhe genannt und diente dem König von Westphalen Jérôme Bonaparte zeitweise als Residenz, nachdem das ehemalige Landgrafenschloss 1811 abgebrannt war. Mit mancher Dame der Hofgesellschaft, so heißt es, habe der König im Schlösschen Schönfeld die Nacht verbracht, darunter mit Diana von Pappenheim, mit der er zwei uneheliche Töchter hatte. Eine der Töchter, Pauline wurde hier geboren und erhielt den Titel "Gräfin von Schönfeld".

1809 lernt Louis Spohr Christian Friedrich Gottlieb Schwenke auf einer Konzertreise nach Hamburg kennen, der dort als Nachfolger des Bach-Sohnes  Carl Philipp Emanuel arbeitet. Während der Gespräche mit Schwenke erfährt Spohr so viel über die Werke Johann Sebastian Bachs, dass er Bachs Inventionen und Sinfonien für Klavier in seinem Besitz bringen möchte. Hiermit ist Spohrs Interesse für die Bach’sche Musik geweckt worden.

Samuel Thomas (seit 1808) von Soemmerring (*25.1.1755 in Thorn, †2.3.1830 in Frankfurt/Main) war Anatom und Naturforscher, Professor in Kassel,  Mainz und München und arbeitete zeitweise als Arzt in Frankfurt/Main. Soemmerring gilt als universellster Naturforscher seiner Zeit; entdeckte den gelben Fleck im Augenhintergrund und entwickelte seit 1809 einen elektrischen Telegraphen.

Quelle: http://www.kassellexikon.hna.de 

Erzählungen [4]

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