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Falk Urlen - der Forstfelder "Hobbyhistoriker"

Falk Urlen

Falk Urlen
Foto: Falk Urlen

Falk Urlen war in Kassel-Forstfeld 21 Jahre lang Ortsvorsteher und aktiv in vielen Forstfelder Vereinen. Für seine 10-jährige Enkelin schrieb er die Geschichte seiner zehn ersten Lebensjahre, die er in Landsberg am Lech verbrachte, auf.

Geboren wurde Falk-Dieter Urlen am 09.05.1940 in Landsberg am Lech, wenngleich der Wohnort der Eltern Breslau war. Seine Kindheit verbrachte er in Landsberg bei seinen Großeltern. 1950 schufen sich seine Eltern in Celle wieder ein Zuhause, hier ging er zur Oberschule, Höhere Handelsschule und in Hannover zur Wirtschaftsoberschule, wo er sein Abitur machte. Die Bundeswehrzeit von 18 Monaten schloss sich an. Im Februar 1962 heiratete er seine Frau Ilse. Von 1962 bis 1967 studierte er in Göttingen Wirtschaftspädagogik, seine Referendarzeit als Diplomhandelslehrer absolvierte er in Kassel und in Melsungen. 1969 erhielt er eine Stelle an der Kaufmännischen Berufsschule II in Kassel, der späteren Martin-Luther-King-Schule, an der er bis zu seiner Pensionierung 1999 unterrichtete.

Am Fachseminar bildete er Fachlehrer/innen für Kurzschrift, Maschineschreiben und Bürowirtschaft aus, am Studienseminar für berufliche Schulen Studienreferendare für kaufmännische Fächer. Hier war er in den letzten Jahren seines Berufslebens stellvertretender Seminarleiter, sein letzter Dienstgrad war Studiendirektor. 1984 schrieb er das erste Schulbuch für Textverarbeitung mit dem PC.

1969 bezog das Ehepaar eine Wohnung in der Waldauer Bergshäuser Str., wohnte dann drei Jahre in der Herkulesstr. und kaufte 1971 ein Haus in der Radestr. in Forstfeld.

Er trat 1972 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein, wurde zunächst Mitglied des Verwaltungsrates und 1981 zum Ortsvorsteher von Kassel-Forstfeld gewählt. Mit einer Unterbrechung übte er dieses Amt bis 2006 aus. Gegen Ende der 70-er Jahre war er Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Forstfeld, gab das Amt aber an seine Frau ab, nachdem er zum Vorsitzenden des Ortsvereins der SPD gewählt worden war.  In der Redaktion des Ortsteilblattes „Forstfelder kleine Zeitung“, 1978 gegründet, war Falk Urlen immer Mitglied. Er war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft der Forstfelder Vereine (ARGE-Forstfeld) und des Kulturvereins „Kultur im Kasseler Osten“. Für die Gestaltung des Stadtplatzes mit der Häschenskulptur war er die treibende Kraft. Seit 1998 informierte er die Forstfelder Bevölkerung in seiner Sendung „Radio Forstfeld“ im Freien Radio Kassel mit aktuellen Nachrichten aus dem Ortsteil. In seinem Buch „Forstfelder Geschichte[n]“  fasste er die historischen Ereignisse des Stadtteils Forstfeld zusammen und veröffentlichte in seinem Verlag mehrere Broschüren über Forstfelder Besonderheiten. Um diese Schriften zu erstellen, gründete er einen Verlag und eine Druckerei. Nach der Gründung der Geschichtswerkstatt Forstfeld durch Karl Wills beteiligt er sich bis heute daran. Im Stadtteilzentrum Agathof beteiligt er sich an der Internetseite www.erinnerungen-im-netz.de und veröffentlicht seine Geschichts- und Geschichtensammlung und Radiointerviews.

Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er 2002 den Ehrenbrief des Landes Hessen, 2006 die Stadtmedaille und den Ehrentitel „Stadtältester“ und wurde schließlich 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Folgende seiner bzw. in seinem Verlag erschienenen Bücher bzw. Broschüren finden Sie in Erinnerungen-im-Netz:

Meine Flucht aus Schlesien (Gärtnerei Omonski)

Forstfelder Geschichte[n]

Vom Kasseler Forst zum Kasseler Stadtteil Forstfeld

Das „Lettenlager“ am Forstbachweg

Straßennamen in Forstfeld - speziell in der „Afrika-Siedlung“

75 Jahre Siedlergemeinschaft Forstfeld – die Fieseler-Siedlung

Manfred Ranft, Feuer, Pech und Pannen

Die Familiengeschichte und seine Kindheit in Landsberg am Lech schrieb er 2011 für seine Enkelin Paula auf.

Diese Broschüre können Sie herunterladen.

Editorin: Elke Resch, 2011

Kurzbeschreibung

Falk Urlen war in Kassel-Forstfeld 21 Jahre lang Ortsvorsteher und aktiv in vielen Forstfelder Vereinen. Für seine 10-jährige Enkelin schrieb er die Geschichte seiner 10 ersten Lebensjahre, die er in Landsberg am Lech verbrachte, in einer Broschüre nieder. Diese kann heruntergeladen werden.

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