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Eine Ära ging zu Ende - Sgm. Bunte Berna Gartenstadt Eichwald Norbert Resch (1999 bis 2018)

Vereinswappen 1988

Vereinswappen 1988 zum 50jährigen Bestehen
Foto: Norbert Resch, Kassel

Neunzehn Jahre, von 1999 bis 2018 führte Norbert Resch als 1. Vorsitzender die Siedlergemeinschaft Bunte Berna Gartenstadt Eichwald in Kassel-Bettenhausen

Im Herbst 1998 besucht der 1. Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Bunte Berna – Gartenstadt Eichwald, Hans-Karl Käckel in der Nienhagener Straße, Norbert Resch, der auch Mitglied der Gemeinschaft ist.Sein Ziel war, Norbert Resch als seinen Nachfolger bei der nächsten Wahl vorzuschlagen.Norbert Resch, ein Eichwälder Junge, war einverstanden und so wurde er im März 1999 bei der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft zum 1. Vorsitzender gewählt.

Ein Vorstand wurde gebildet und dann begannen für Norbert Resch, der keinerlei Erfahrung im Vereinswesen hatte, 19 Jahre Vorsitz mit Organisation und Planung vielfältigen Veranstaltungen.

Versammlungen, Ehrungen, Busfahrten, Sommerfeste, Adventstreffen, Dorfplatzfeste, Eisbein- und Herbstessen wollten gut vorbereitet werden.
Schon bald wurde klar, dass bei den Versammlungen immer ein interessanter Beitrag für die Mitglieder vorgesehen werden sollte. In Zusammenarbeit mit dem Vorstand wurden zu den Versammlungen unter anderem Gäste zu den folgenden Themen eingeladen:

Kaffepause unter Sonnenschirmen Busfahrt in die Rhoen
Kaffepause unter Sonnenschirmen Busfahrt in die Rhoen  Foto: Elke Resch 2012
  • Die Stadtimker mit Verkostung der Honigprodukte,
  • Ein Abteilungsleiter der Strafvollzugsabteilung Wehlheiden mit Einblicken in das Gefängnisleben,
  • Der Hausfrauenverband, über Versicherungen und die Haftpflicht von Eigentümern,
  • Ein Gartenbauingenieur mit Tipps für den Hausgarten und Obstbäumen,
  • Die energetische Sanierung, eingerichtet von der Stadt Kassel,
  • Helmut Mauer mit Bildbericht über seine Russland-Radtour,
  • Michaela Balthasar mit Tipps zur Vorsorgevollmacht,
  • Horst Apel mit Empfehlungen zur Fitness am frühen Morgen,
  • Der achtzigjährige Förster Herr Arend über Naturschutz und Hege in Wald und Feld,
  • Herrn Werner Kossin zeigte alte Filme, z.B. der Dampfer Elsa mit Kapitän Ziege und die stillgelegte Herkulesbahn.

Hervorzuheben ist die Lesung des Autors Horst Seidenfaden mit seinem Buch „Es is au als was“ und der humorvolle Vortrag von Mundart-Pfarrer Otto aus Wabern.

Festrede zum Siedlerjubiläum-2012
Festrede zum Siedlerjubiläum-2012  Foto: Elke Resch 2012

Einmal im Jahr, im Monat August, veranstaltete die Gemeinschaft ein großes Sommerfest. Nachmittags wurden selbstgebackene Kuchen und Torten, gespendet von den Siedlerfrauen, an der Café-Tafel, verkauft. Später dufteten die gegrillte Bratwurst und köstliche Steaks und ab 20 Uhr wurde von den Eichwälder*innen und Gästen das Tanzbein geschwungen zur Schlagern und Oldie-Musik.
In den Jahren 2015 bis 2017 wurden von den Ehrenamtlichen am Morgen nach dem Sommerfest ein Frühstück aus großen Pfannen mit Rührei und alles was zum Frühstück gehört, angerichtet. Die Gäste konnten sich für 5 € satt essen und genießen.

Im Jahr 2010 wurde das Dorfplatzfest von der Arge Bettenhausen ins Leben gerufen.
Die Siedler waren in den Folgejahren mit ihrem Stand dabei und boten mit viel Erfolg frischgebackene Waffeln und Kaffee an.

Eine weitere wiederkehrende Veranstaltung war der Adventstreff. In den ersten Jahren noch im Freien unter Zelten am Ende des Umbachwegs. Von geschmückten Tischen wurden selbstgebackene Plätzchen, gebastelte Gestecken, Glühwein und Bratwurst preiswert verkauft. Später fand diese Veranstaltung im Gasthaus „Zum Osterholz“ mit vielen Gästen statt.

Eine jährliche Busfahrt organisierte Norbert Resch zusammen mit dem Reiseunternehmer Obersberger aus Wolfhagen. Im Umkreis von 200 km suchte er ein sehenswertes Ziel aus. Ein Siedlerfrühstück fehlte nie auf diesen Tagestouren. Es bestand aus alter Wurst, Schmalzbroten, eingelegten Gurken und Kaffee. Dies alles war schon im Reisepreis enthalten, genauso wie alle Eintrittspreise und am Nachmittag der Café-Besuch. Die Suche nach einem Lokal, welches selbstgebackenen Kuchen anbot, war jedes Jahr eine Herausforderung. Aber Norbert Resch wurde immer wieder fündig.

Busfahrt nach Willingen Norbert macht Fotos auf einem Parkplatz
Busfahrt nach Willingen Norbert macht Fotos auf einem Parkplatz  Foto: Elke Resch

Unvergesslich schöne Fahrten waren zum Beispiel:

  • Nach Willingen mit Führung eines Försters durch den Kyrill-Pfad und Besuch des Cafés Tannenhofs. Die Wirtin spielte selbst auf dem Klavier.
  • Eine Rundfahrt durch den Spessart mit einen historischen Räuberüberfall (natürlich bestellt).
  • Auf die Burg Greifenstein und Besuch des Glockenmuseums im Lahn-Dill-Kreis.
  • Die Residenzkellerei in Würzburg, welcher bei einer Führung mit Wein von 400 Kerzen erleuchtet war, anschließend eine Schifffahrt auf dem Main nach Veitshöchheim.
  • In Göttingen gibt es eine Salzsaline, die mit einer Führung angeboten wurde. Danach der Besuch einer Schauglasbläserei in Hameln und abschließend im Schloss Hemeln ein Café mit Kaffeerösterei.
  • Norbert Resch hat in seiner Zeit noch eine Vielzahl interessanter Fahrten angeboten.
  • Das Ziel der letzten Fahrt als 1. Vorsitzender war der Ega-Park in Erfurt, den die Gäste mit einem Bähnchen durchqueren konnten. Zum Schluss spazierten alle über die berühmte Krämerbrücke.

Im Spätwinter und Herbst lud die Gemeinschaft zu einem Eisbein- und Herbstessen in das Vereinslokal Gaststätte „Zum Osterholz“ ein.

Zu den runden Geburtstagen, Goldenen und Diamantenen Hochzeiten der Mitglieder überreichte Norbert Resch gern ein Präsent und überbrachte die Glückwünsche der Gemeinschaft.

Auch die Trauerfälle wurden nicht vergessen.

Während seiner „Amtszeit“ feierte die Gemeinschaft zwei Jubiläen, das siebzigste und das fünfundsiebzigste Bestehen des Vereins. Dazu konnten er die Oberbürgermeister Georg Lewandowsky und Bertram Hilgen begrüßen. Ausgestaltet wurden die Feste mit schönen Vorstellungen, wie z.B. die von Herrn Golla vorgeführte Flugvorführung mit einem Modellflieger im Festzelt.

Bereits im Jahr 2016 trug sich Norbert Resch mit dem Gedanken, den Vorsitz an einen Nachfolger zu übergeben.
Stefan Trömer, der auch in der evangelischen Kirche im Kirchenvorstand aktiv ist, erklärte sich bereit, bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2018 zu kandidieren.
Stefan Trömer ist nach seiner Wahl seit dem 15.03.2018 der 1. Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Bunte Berna- Gartenstadt Eichwald e.V..

Text und Editor: Elke Resch, Kassel 2020

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Kurzbeschreibung

Neunzehn Jahre, von 1999 bis 2018 führte Norbert Resch als 1. Vorsitzender die Siedlergemeinschaft Bunte Berna Gartenstadt Eichwald in Kassel-Bettenhausen.

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