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DRK Bettenhausen/Waldau beim Hochwassereinsatz 2002 in Sachsen

Günther Delventhal (links)

Günther Delventhal (links)
Foto: @Falk Urlen

Günther Delventhal (Bild links, bei einer Übung auf dem Bettenhäuser Dorfplatz) schilderte Anfang 2002 dem Moderator Falk Urlen vom Freien Radio Kassel die Erlebnisse seines Katastropheneinsatzes beim Elbehochwasser in Sachsen. Delventhal ist ein Pfeiler des Forstfelder Vereinslebens. Wo jemand gebraucht wird, da ist er mit seinem Equipment zur Stelle. Die Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes im Faustmühlenweg werden von Ortsteilgremien gerne als Tagungsräume verwendet. Im Augenblick bereitet er für Schülerinnen und Schüler der Schule Am Lindenberg morgens ehrenamtlich das Müslifrühstück, damit kein Kind hungrig zum Unterricht kommt. In der Forstfelder kleinen Zeitung schrieb ich in der 1. Ausgabe 2002:

 " G. Delphenthal mit dem Roten Kreuz beim Hochwasser"

"Sie haben alle im Fernsehen zugeschaut, als im August das Hochwasser der Elbe weite Gebiete Mitteldeutschlands überflutete. Aus den alten Bundesländern wurden Hilfsaktionen des THW, der Feuerwehr und des Roten Kreuzes in das Krisengebiet gestartet."

Alarmiert wurde auch G. Delphenthal aus der Heinrich-Steul-Straße vom Roten Kreuz Bettenhausen-Waldau, das als Sanitätskolonne Bettenhausen des Roten Kreuzes von Georg Zuschlag und seinen Freunden bereits 1901 gegründet wurde.

"Die Alarmierung erfolgte am 14.08. um 22:30 Uhr, um ihn in Dresden einzusetzen. Um 01:00 Uhr treffen sich die Männer zum Ausstatten der Fahrzeuge  und am nächsten Morgen geht es mit Blaulicht los. In einer Dresdner Schule werden sie untergebracht und müssen dann im Akkord in einer anderen Schule eine Notunterkunft einrichten. Kaum aber ist diese fertiggestellt, dringt auch hier bereits Wasser im Keller ein. Also – alles wieder abbauen und in einer höher gelegenen Schule noch einmal die ganze Arbeit. Es warten schon die ersten Bewohner eines evakuierten Altersheims, die hier vorübergehend untergebracht werden sollen. Betreut werden sie von den Rot-Kreuz-Helfern aus Bad Wildungen. Erstaunt ist G. Delphenthal über die Hilfsbereitschaft der Dresdner Bevölkerung, die sich „einfach so“ als Helfer zur Verfügung stellen, ihre freiwillige Mitarbeit wird natürlich gerne angenommen. Sie sind eine große und wichtige Hilfe bei der Betreuung der älteren Leute. Dresdner fragen, ob sie die Wäsche der Rot-Kreuzler waschen sollen, sie bringen Getränke vorbei und bieten sich für verschiedene Arbeiten an. Beim Frühstückseinkauf nehmen weder der Bäcker noch der Schlachter von den Helfern Geld. So etwas – meint Delphenthal – habe er noch nicht erlebt. Nach einigen Tagen werden sie abgelöst, aber das Hochwasser, so die Beteiligten, haben sie vor lauter Arbeit nicht gesehen. fdu”

 

Autor: Falk Urlen

Kurzbeschreibung

Günther Delventhal (Bild links, bei einer Übung auf dem Bettenhäuser Dorfplatz) schilderte Anfang 2002 dem Moderator Falk Urlen vom Freien Radio Kassel die Erlebnisse seines Katastropheneinsatzes beim Elbehochwasser in Sachsen. 

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