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Schmiede Bergmann / Döring im Zentrum Waldaus

Blick auf den Ortskern mit Schmiede und Kirche um 1925

Blick auf den Ortskern mit Schmiede und Kirche um 1925
Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

Mitten im alten Dorfkern - auf der heutigen Linne (Dorfplatz) - stand bis in die 60er Jahre die Schmiede Bergmann / Döring. Drei imposante Gebäude: die Schmiede, das Wohnhaus und eine Scheune. Sie sind im Bild links gelb eingefärbt, rechts dahinter erkennt man die Kirche.

In der wechselvollen Geschichte der Schmiede waren Ludwig Bergmann, sein Sohn Karl und Hans Döring die Schmiedemeister, die für das Beschlagen der Pferde und alle anfallenden Metallarbeiten im Dorf die erste Adresse waren.

Blick auf das Schmiedegebäude von der Nürnberger Straße aus
Blick auf das Schmiedegebäude von der Nürnberger Straße aus  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)
Schmiedemeister und Geselle bei der Arbeit
Schmiedemeister und Geselle bei der Arbeit  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

Auf dem Foto kann man Karl Bergmann (2.v.r.) bei der Arbeit sehen. Rechts daneben steht sein Vater Ludwig. Links neben ihm ist vermutlich der Pferdebesitzer zu sehen. Links neben dem Pferd steht der Lehrling Christel Götze. Auf dem Pferd sitzt Ludwig Junior, der Sohn von Karl Bergmann. Im Hintergrund links ein wandernder Besenverkäufer.

Der Lehrbriefe von Karl Bergmann
Der Lehrbriefe von Karl Bergmann, 1906  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

Die Lehre von Karl Bergmann endete am 20. April 1906 mit der erfolgreich abgeschlossenen Gesellenprüfung. Die Prüfungszeugnisse waren damals im Gegensatz zu heute sehr aufwendig gestaltet.

Handwerkerausweis von Karl Bergmann von 1935
Handwerkerausweis von Karl Bergmann von 1935  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

1935 wurde Karl Bergmann die Führung des Meistertitels im Schmiedehandwerk zugeteilt. Bereits zum 1. April 1930 ist K. Bergmann als Inhaber eines Schmiedebetriebes in die Handwerksrolle eingetragen gewesen.

Fortbildungsbuch - Walthers Hufschmied - von 1880
Fortbildungsbuch - Der Hufschmied - von Ernst Walther, Bautzen 1880  Foto: Verlag Eduard Rühl, Bautzen

Das Beschlagen der Pferdehufe erforderte besondere Fachkenntnisse und musste für jeden Huf-Typ individuell angepasst werden. In dem Fortbildungsbuch - Walthers Hufschmied - wurden die unterschiedlichen Methoden ausführlich erläutert.

Frau Döring beim Abriss des Wohngebäudes der Schmiede Bergmann / Döring
Frau Döring beim Abriss des Wohngebäudes der Schmiede Bergmann / Döring, 1960  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

1960 wurde der Betrieb in die Kasseler Straße 6 verlegt und die Gebäude am alten Standort fielen dem Abrissbagger zum Opfer.

Blick aus der Nürnberger Straße auf die frei geräumte Fläche
Blick aus der Nürnberger Straße auf die frei geräumte Fläche  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

Heute erinnert leider nichts mehr an die alte Schmiede. An ihrer Stelle befindet sich jetzt der Dorfplatz (Linne) von Waldau, eine Grünfläche mit Baumbestand. Links unter den Bäumen befand sich das Schmiedegebäude. Im Bild unten rot eingerahmt das Schmiedegebäude im Jahr 1926.

Blick aus der Nürnberger Straße auf die Schmiede Bergmann / Döring, 1926
Blick aus der Nürnberger Straße auf die Schmiede Bergmann / Döring, 1926  Foto: Privatarchiv Waldauer Geschichte(n)

Gerhard Werner, Norbert Dippel und Gerhard Ditzel vom Arbeitskreis Waldauer Geschichte(n), ließen am 9. November 2018 im Gemeindesaal der ev. Kirche Waldau mit ihren Erzählungen die Geschichte des Dorfes mit diesen Bilder wieder aufleben.

Text: Jürgen Blutte, 2019

Editor: Erhard Schaeffer, März 2019

Kurzbeschreibung

Mitten im alten Dorfkern - auf der heutigen Linne (Dorfplatz) - stand bis in die 60er Jahre die Schmiede Bergmann / Döring. Drei imposante Gebäude: die Schmiede, das Wohnhaus und eine Scheune.

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