Hessen
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Meine Kindheit und Jugendzeit auf dem Lindenberg

Wolfgang Burghardt und seine Mutter, Ankunft am Kasseler Hauptbahnhof 1949

Foto: @ Stadtteilzentrum Agathof e.V.

Wolfgang Burghardt, 2013
Foto: @ Stadtteilzentrum Agathof e.V.

Wolfgang Burghardt, der seine Kinder- und Jugendzeit auf dem Lindenberg verbracht hatte, besuchte mich, um mir Bilder aus dem Familienalbum zu zeigen. Hören Sie hier seine Erinnerungen und schauen Sie sich einige dieser Bilder an.

Er zog mit seinen Eltern im Dezember 1949 zu seinen Großeltern in das Haus Eschenweg 22, ein Siedlungshäuschen, in dem jetzt 10 Personen lebten. Im Sommer spielte sich das Leben im großen Garten ab, in dem seine Großmutter auch einen Getränke- und Süßwarenverkauf betrieb. Gespielt wurde auch auf der großen Wiese bzw. dem Acker, die hinter dem Haus bis zur Autobahn reichten. Da kaum Autos fuhren, konnte man sie auch als Kind gefahrlos überqueren. Der Kindergarten war in einer Baracke im Erlenfeldweg. Tante Lisa (Schwester Elisabeth) kümmerte sich hier um die Kleinen. Grundschule war in einer Baracke im „Lettenlager“, zunächst bei Lehrer Müller, in der zweiten Klasse bei Lehrer Werner, mit dem Wolfgang Burghardt später an der Universität zusammenarbeitete. Das dritte und vierte Schuljahr erlebte er bereits in der „Togoschule“.

Um über die Waldkappeler Bahn zur Leipziger Straße und der Straßenbahnhaltestelle zu kommen, musste man erst zu den Bahnschranken hinaufsteigen und auf der anderen Seite wieder hinunter.  Zur Goetheschule fuhr man mit der Straßenbahn, die an der Endstation am Messinghof umrangiert werden musste; am Altmarkt stieg man um. Früh mussten die Kinder aufstehen, um pünktlich in der Schule zu sein. Durch die Siedlergemeinschaft gab es ein reges Gemeinschaftsleben, sei es in der Gaststätte „Forstbachterrasse“ im „Lettenlager“ oder in einer Gaststätte in Ochshausen, wo bei Weihnachtsfeiern kleine Theaterstücke vorgeführt wurden. Pfarrer Eibich leitete den Konfirmandenunterricht bis zur Konfirmation.

Bewohner Burghardt Eschenweg 22
Famile Burghardt 1951 im Eschenweg 22  Foto: @ Stadtteilzentrum Agathof e.V.
Wolfgang Burghardt und seine Mutter, Ankunft am Kasseler Hauptbahnhof 1949
Mutter und Sohn 1949 bei der Ankunft am Hauptbahnhof  Foto: @ Stadtteilzentrum Agathof e.V.

Mehr Fotos sehen Sie auf dem Album in der Anlage.

Redaktion: Falk Urlen, Februar 2013

Kurzbeschreibung

Wolfgang Burghardt, der seine Kinder- und Jugendzeit auf dem Lindenberg verbracht hatte, besuchte mich, um mir Bilder aus dem Familienalbum zu zeigen. Hören Sie hier seine Erinnerungen und schauen Sie sich einige dieser Bilder an.

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