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Hans Kunz, VDK und Forstfeld waren seine Leidenschaften

Hans Kunz

Foto: @Stadtteilzentrum Agathof e.V.

Hans Kunz, 1924 geboren, im Krieg verwundet, wohnte nach dem 2. Weltkrieg im Erlenfeld im Kasseler Osten. Er prägte durch seine Aktivitäten wesentlich den VdK und den späteren Stadtteil Forstfeld.

Hans Kunz, 1924 geboren, im Krieg verwundet, wohnte nach dem 2. Weltkrieg im Erlenfeld im Kasseler Osten. Er prägte durch seine Aktivitäten wesentlich den VdK und den späteren Stadtteil Forstfeld. 1924 wurde der heute noch bei vielen Forstfeldern bekannte und beliebte Hans Kunz in Ostpreußen geboren. In Elbing wuchs er auf, arbeitete hier bei einer Schiffs- und Lokomotivenfabrik, er wollte eigentlich Maschinenbauingenieur werden. Nach dem dritten Semester aber wurde er zur Wehrmacht eingezogen, musste in Russland kämpfen und wurde schwer verletzt. Als Verwundeter bekam er die Vertreibung aus Ostpreußen hautnah mit und kam am 08. Mai 1948 ins Erlenfeld, wo er eine Wohnung bekam. Er arbeitete hier in der Schlossererei einer Schwerbehinderteninitiative in den Räumen der späteren AEG.

Sein Vater hatte aus dem ersten Weltkrieg eine Kriegsverletzung, er selbst war schwerbehindert, so kam er mit diesen lebenslangen Erfahrungen zum VDK, seit 1949 ist er dort Mitglied und hat diesen Verein entscheidend mitgeprägt; schon 1950 kam er in den Vorstand der Ortsgruppe Bettenhausen-Waldau, die zeitweise über 700 Mitglieder hatte. Er wurde dann Kreisvorsitzender und stellvertretender Bezirksvorsitzender. Zeitweise hatte der Kreisverband Kassel über 7000 Mitglieder. Bis 1997 war er noch Ortsgruppenvorsitzender und kümmerte sich um die Aktivitäten in Forstfeld, Waldau und Bettenhausen. Für sein Engagement im VDK erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz).

1965 wurde Hans Kunz zum Vorsitzenden der SPD-Forstfeld gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1978 inne. Viele Jahre war er Vorsitzender des Verwaltungsausschusses Forstfeld. In dieser Funktion setzte er sich verstärkt dafür ein, dass die Baracken des sog. Lettenlagers abgerissen wurden, dass die Wohnungen in der Heinrich-Steul-Str., das Einkaufszentrum und das Haus Forstbachweg gebaut wurden, dass letzteres statt eines Kriechkellers richtige Kellerräume bekam, die dann später den Vereinen als Tagungsräume dienten.

Hans Kunz hat leider gesundheitliche Rückschläge hinnehmen müssen, wenn man aber mit ihm sprach, leuchten seine Augen immer verschmitzt und unternehmungslustig. Er starb im 81. Lebensjahr 2005.

Als Audiobeitrag können Sie sich das Interview, welches ich 1999 mit ihm für Radio Forstfeld im Freien Radio Kassel führte, anhören. Er schildert seinen Werdegang, sein Wirken im VDK und seine erlebte Forstfelder Geschichte.

Interview für das Freie Radio Kassel: Falk Urlen

Redaktion: Falk Urlen

Kurzbeschreibung

Hans Kunz, 1924 geboren, im Krieg verwundet, wohnte nach dem 2. Weltkrieg im Erlenfeld im Kasseler Osten. Er prägte durch seine Aktivitäten wesentlich den VdK und den späteren Stadtteil Forstfeld.

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