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Die Singgruppe der Siedlergemeinschaft Erlenfeld

Fritz Marquardt - voll in seinem Element

Fritz Marquardt - voll in seinem Element
Foto: @Falk Urlen

Sangesfreudige Mitglieder der Siedlergemeinschaft Erlenfeld gründeten 1976 eine "Singgruppe", die nur aus Spaß Volkslieder singen wollten. Diese Gruppe hatte ihre größten Erfolge in den 80er Jahren und löste sich nach über 25 Jahren wieder auf. 
Früher, als es noch kein Fernsehen gab und ein Radiogerät auch für viele noch zu teuer war, setzte man sich in der Familie oder auch im Verein zusammen und sang gemeinsam die alten Volkslieder, die jeder kannte und die man auch in der Schule lernte und sang.

Als dann in den 60er und 70er-Jahren das Fernsehen zum zentralen Unterhaltungsmedium wurde, sehnten sich vor allem die Älteren nach dem gemeinsamen Singen von Liedern. Darum kamen im Forstelder Erlenfeld 1976 in der Gaststätte „Zur Tante“ im Wahlebachweg achtzehn sangesfreudige Siedler zusammen, gründeten eine Singgruppe und wählten „Fritze“ Marqardt zu ihrem Vorsitzenden, Jack Bärtel leitete den „Chor“. Die Gruppe hatte von Anfang an nicht vor, sich mit anderen etablierten Chören zu messen, sie wollten einfach nur gemeinsam singen. Ab 1977 wurde dann im neu gebauten „Haus Forstbachweg“ gesungen. Da Jack Bärtel nicht mehr zur Verfügung stand, übernahm Friedrich Marquard auch noch die Funktion des Übungsleiters, er nahm an entsprechenden Chorleiterkursen teil und so konnte die Singgruppe dem Mitteldeutschen Sängerbund beitreten.

Es gab immer mehr Mitglieder und es gab auch immer mehr Auftritte. Waren es 1980 bereits 40 Mitglieder, sangen 1985 schon 45 Siedlerinnen und Siedler. Und darauf achtete Marquardt: Es durfte niemand mitsingen, der nicht der SG-Erlenfeld angehörte. Das ärgerte einige Sangeswillige in den angrenzenden Siedlergemeinschaften und  machte sie auch traurig, etwas dagegen tun konnten sie nicht.

Die Singgruppe war ein fester Bestandteil im Siedlerleben Nordhessens, sie sang in Kassel und den umliegenden Siedlergemeinschaften, aber auch zu vielen Feierlichkeiten in Forstfeld, so auch oft in der Turnhalle der Schule Am Lindenberg. Die SPD-Forstfeld führte hier einmal einen „Volkstümlichen Nachmittag“ durch, bei dem nicht nur die Erlenfelder Sänger sondern auch ein Chor aus dem niedersächsischen Langenholtensen auftrat. Aus dieser ersten Begegnung entsprang eine lange Freundschaft zwischen den Vereinen, man besuchte sich und sang gemeinsam. 

1985 hatte der Verein seinen Höhepunkt, danach sank die Zahl der Singfreudigen beständig, im Jubiläumsjahr 2001 besuchten nur noch achtzehn die Singstunden regelmäßig. Zum zehnjährigen Bestehen 1986 feierte man gemeinsam mit Chören aus Waldau und Bettenhausen. Regelmäßig trat die Gruppe bei Kreissiedlertreffen und auch bei den gemeinsamen Karnevalsveranstaltungen in Lohfelden auf (ERLILOFO  - Erlenfeld, Lindenberg, Lohfelden, Forstfeld). Mit drei- und vierstimmigem Gesang bereicherte die Gruppe Ehrungsfeierlichkeiten beim Landesverband der Siedler in Oberursel, am Tag der Offenen Tür sang man im Rathaus, beim Sängerfest „Singender, klingender Sensenstein“ wurden Volkslieder dargeboten und bei fast allen größeren Veranstaltungen im Kasseler Osten.

Mit vielen Busfahrten innerhalb ganz Deutschlands wurde das Gemeinschaftsgefühl vertieft. Zum 25-jährigen Bestehen sagte Friedrich Marquart im Siedlerhaus der Gemeinschaft: „Die gemeinsam erlebten vielen netten Stunden und schönen Tage haben den Gemeinschaftssinn gestärkt und so manche Freundschaft enger werden lassen. Kameradschaft wurde in den Vordergrund gestellt. Lustiges Beisammensein, Freude und auch Besinnlichkeit haben die Singstunden getragen. Im freundschaftlichen Miteinander lag der eigentliche Gewinn für jeden einzelnen in all den Jahren.

Danach wurde immer weniger gesungen bis man sich entschloss, den Verein aufzulösen. Heute gibt es noch einige Erinnerungen, die ich für „Radio-Forstfeld“ zusammengetragen und archiviert habe; das sind z. T. Aufnahmen auf schlechten Audio-Cassetten mit schlechten Recordern, man hatte damals ja nichts anderes. Dennoch möchte ich einige Lieder aus verschiedenen Phasen des Chores in den Anhang stellen, damit sich für die, die damals mitgemacht haben, Erinnerungen wieder aktivieren.

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Kurzbeschreibung

Sangesfreudige Mitglieder der Siedlergemeinschaft Erlenfeld gründeten 1976 eine "Singgruppe", die nur aus Spaß Volkslieder singen wollten. Diese Gruppe hatte ihre größten Erfolge in den 80er Jahren und löste sich nach über 25 Jahren wieder auf. 

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