Hessen
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Fuhrunternehmen Hans Hess

Der LKW der Marke Ford der Firma Hess im Einsatz mit zwei Männern

Der LKW der Marke Ford der Firma Hess im Einsatz (Personen leider nicht namentlich bekannt)
Foto: Archiv Waldauer Geschichte(n)

Das Fuhrunternehmen Hans Hess gehörte zu den Traditionsbetrieben im bis 1936 eigenständigen Dorf Waldau. Es bestand seit den 30iger Jahren im vorigen Jahrhundert und hatte seinen Sitz ununterbrochen in Waldau, erst im Dorf Waldau, dann im Stadtteil Kassel Waldau (ab 1936). Anfangs wurde die Firma dort geführt, wo der einzige Lkw des Ortes untergestellt werden konnte. Dies war meistens eine Scheune von ortsansässigen Bauern und konnte wechseln.

 

In 1949 zog die Firma fest in das alte Forsthaus Waldau, ehemals Forstlehranstalt, heute Nürnberger Straße 144.

Ansicht des alten Forsthauses von der Straße, zwei Kinder am Zaun
Ansicht des alten Forsthauses von der Straße  Foto: Waldauer Geschichte(n)
Rückansicht des alten Forsthauses von Waldau in der Nürnberger Straße 144
Rückansicht des alten Forsthauses von Waldau in der Nürnberger Straße 144  Foto: Waldauer Geschichte(n)

In den 30er Jahren des 20. Jahrhundert bestand der Fuhrpark der Firma Hess aus einem einzigen Fahrzeug, einem LKW von Ford. Es wurde umfangreich beim Straßen- und Autobahnbau rund um Waldau und Kassel eingesetzt und die Firma Hess machte sicherlich gute Geschäfte in dieser Zeit.

Fertig zur erzwungenen Übergabe an das Militär in einem Garten. Mehere Personen in Uniform, dritte Person von links Hans Hess.
Fertig zur erzwungenen Übergabe an das Militär in einem Garten in Waldau. Dritte Person von links Hans Hess.  Foto: Waldauer Geschichte(n)

Doch damit war es gegen Ende der 30er Jahre vorbei. Das Fahrzeug wurde vom Militär angefordert und 1939 in Boppard/Rhein an die Behörden übergeben. Kurios dabei war, dass die Fahrzeugbesitzer dazu verpflichtet wurden, ein 200-Liter-Fass Benzin mitzubringen. Ob den Fahrzeugbesitzern das Benzin bezahlt wurde, ist nicht bekannt. Auch nicht, ob sie für die Zurverfügungstellung ein Entgelt erhielten.

Ob das eingezogene Fahrzeug jemals wieder nach Waldau zurückkehrte ist leider nicht bekannt.

Parade der eingezogenen LKWs in Boppard
Parade der eingezogenen Fahrzeuge in Boppard, 1939  Foto: Waldauer Geschichte(n)

Nach dem Krieg wurde von Hans Hess ein Lkw der Marke Saurer mit Hänger angeschafft und Hans Hess nahm den Fuhrbetrieb in Waldau wieder auf. Es gab viel zu tun und der Betrieb florierte zusehends.

Fahrer Jansky mit dem neuen Fuhrfahrzeug der Firma Hans Hess - bereit zur Transportfahrt
Fahrer Jansky aus Lohfelden vor dem neuen Fuhrfahrzeug (Marke Saurer) der Firma Hans Hess - bereit zur Transportfahrt  Foto: Waldauer Geschichte(n)

Mit dem Henschel-LKW wurden u. a. Ferntransporte für die Fa. Wilhelm Riechers, die neben der Spedition Hausmann in Bettenhausen eine der größten Speditionen in Nordhessen war, erfolgreich durchgeführt.

Hans Hess, Mechaniker Willi Pfaffenbach aus Waldau und der Sohn Günther Hess beim „Tuning“ des LKW-Motors
Hans Hess, Mechaniker Willi Pfaffenbach aus Waldau und der Sohn Günther Hess beim „Tuning“ des LKW-Motors  Foto: Waldauer Geschichte(n)

Da dieser Schweizer LKW aber sehr reparaturanfällig war, wurde kurze Zeit später ein Henschel - LKW gekauft. Bis dahin musste manche Reparatur in Eigenregie - wie zu dieser Zeit üblich - ausgeführt werden.

Hans Hess als stolzer Lenker seines Henschel
Hans Hess als stolzer Lenker seines Henschel  Foto: Waldauer Geschichte(n)

Aber nicht alle Fahrten verliefen unfallfrei. 1953 kam es zu einem Unfall in Hümme. LKW und Hänger landeten offensichtlich im Graben. Wie hoch der Schaden war und ob jemand verletzt war, ist nicht bekannt.

Unfall, LKW Gespann liegt im Graben
Ups - da ist was schief gegangen, Hümme 1953  Foto: Waldauer Geschichte(n)

Die Firma Hans Hess wurde im Jahr 1962 aufgegeben und existiert heute nicht mehr.

Text: Norbert Dippel, Jürgen Blutte, 2019

 

Editor: Erhard Schaeffer November 2019

 

Fotos: Archiv Waldauer Geschichte(n)

 

Kurzbeschreibung

Das Fuhrunternehmen Hans Hess gehörte zu den Traditionsbetrieben im bis 1936 eigenständigen Dorf Waldau. Es bestand seit den 30iger Jahren im vorigen Jahrhundert und hatte seinen Sitz ununterbrochen in Waldau, erst im Dorf Waldau, dann im Stadtteil Kassel Waldau.

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