Infotafeln an den Mühlenstandorten entlang der Losse
Geschichtskreis Bettenhausen früher und heute verfolgt anspruchsvolle Pläne.
Bettenhausen verdankt seine Entwicklung vom Ackerdörfchen zum Industriezentrum Kassels in erster Linie dem kleinen Flüsschen Losse. Folgt man dem Lauf der Losse beginnend an der Stadtgrenze zu Kaufungen, kommt man an den Standorten der folgenden 10 Mühlen vorbei.
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1. Kupferhammer
2. Eisenhammer 3. Messinghof 4. Drahtmühle 5. Lohmühle (Später Kadruf) |
6. Zobelsmühle 7. Grebenmühle (Mühle Ernst) 8. Ragemühle 9. Mühle mitten im Dorf 10. Agathof |
Die o. g. Mühlen haben in der Zeit ihres Bestehens mehrfach die Funktion und auch den Namen geändert. An einigen Standorten sind bis zum heutigen Tage Reste der historischen Gebäudesubstanz zu finden.
Die Erinnerung an die Mühlen wird bisher lediglich durch Straßennamen im Stadtteil Bettenhausen lebendig gehalten. (Herwigsmühlenweg, Ölmühlenweg, Drahtmühlenweg, Zobelmühlenweg, Lohmühlenweg, Faustmühlenweg, Pulvermühlenweg, Walkmühlenstraße, Kupferhammerstraße, Eisenhammerstraße, Agathofstraße und die Straße „Am Messinghof“).
Davon ausgehend, dass die Mühlen und die später auf dem selben Areal befindlichen Industriebetriebe eine wesentliche Bedeutung für die Kasseler Wirtschafts- und Sozialgeschichte haben, ist es sehr bedauerlich, dass ihnen eine so geringe Bedeutung für die Kasseler Bürger und den Tourismus beigemessen wird.
Um die Bekanntheit der Mühlen und der zahlreichen nachfolgenden Industriebetriebe, die in der Mehrzahl heute auch nicht mehr existieren, zu steigern, möchte der Geschichtskreis Bettenhausen früher und heute entlang der Losse und der sie begleitenden ehemaligen Mühlgräben einen themenbezogenen Wanderweg angelegen und einheitlich beschildern.
Unter Einbeziehung des vorhandenen Losseradweges (Teil der Radwegeverbindung Herkules-Wartburg) sind keine größeren Wegebaumaßnahmen erforderlich.
Infotafel am Karlshospital im Stadtteil Wesertor
Foto: B. Schaeffer, 2012
Mit der textlichen und äußerlichen Gestaltung der Hinweistafeln hat der Geschichtskreis Bettenhausen früher und heute im Stadtteilzentrum Agathof bereits begonnen. Der Ortsbeirat Bettenhausen hat für die Startphase des Projektes aus seinen Dispositionsmitteln dankenswerterweise einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt.
Das Konzept der Infotafeln aus Hartglas und bedruckter Folie orientiert sich an den zwölf Erinnerungstafeln im Stadtteil Wesertor.
Editor: Bernd Schaeffer, November 2012