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Bleiweiß durften wir an „Bettenhäuser“ nicht verkaufen

Zeit: 1972 | Ort: Forstfeld 
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Reinhard und Gudrun Frank im Interview mit Falk Urlen für das Freie Radio Kassel, 2011

Drogerie Franke

Reinhard Franke schuf 1972 die modernste Drogerie Kassels in der Hausmannstraße in Forstfeld.

ErlendorgerieReinhard Franke  schildert in diesem Audio-Beitrag, wie er 1962 in einer ehemaligen Fleischerei in der Payerstr. eine Drogerie gründete. Forstfeld war bis dahin von der Hassia-Drogerie seines Vaters mitversorgt worden. 1972 zog er in seinen Neubau Hausmannstr./Lindenbergstr. um, wo eine moderne Selbstbedienungsdrogerie entstanden war. Das Sortiment waren Drogen, Chemikalien, Stärkungsmittel, Kindernahrung- und Pflegemittel, Foto, Parfümerie,  Farben, Tapeten, Fußbodenbeläge, Pflanzen­schutzmittel und Gifte.

1977 wurden die  Geschäftsräume noch einmal um 50 qm erweitert. Gudrun Franke hatte sich auf der Kosmetik-Fachschule weitergebildet und gründete ein Gesundheits- und Kosmetik-Institut, in dem auch Fußpflege angeboten wurde. Am 31.12.1998 wurde die Erlen-Drogerie geschlossen, weil sie mit den immer stärker werdenden Discountern nicht mehr mithalten konnte.

Franke, Reinhard, 2005

Reinhard Franke, 2005
Foto: B. Schaeffer

Reinhard Franke schildert die Geschichte seiner Drogerie und auch die der „Drogeriedynastie Franke“ in bunten Farben in vielen Episoden, man erhält hier einen umfassenden Einblick in die Aufgaben und Geschäftsbereiche der Drogerien von den 50er bis in die 80er Jahre.
So erklärt er, dass Bleiweiß ein äußerst beständiger Außenanstrich für Fenster war. Im Kasseler Osten aber reagierte das Blei mit den schwefelbelasteten Abgasen der Spinnfaser so, dass aus dem Weiß bald Schwarz wurde. Darum musste man die Bleiweiß-Kunden immer fragen, ob sie in Bettenhausen wohnen.

Das Interview führte Falk Urlen im April 2011 mit Reinhard und Gudrun Franke für seine Sendung „Radio Forstfeld“ im Freien Radio Kassel.

 

 

 

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