Der "Lambrechtsche-Hof" (später Elbeltshof) hatte von 1689 an lange Zeit die alleinige "Schank- und Herbergierungsgerechtigkeit“ in Bettenhausen. Dies änderte sich erstmals 1891, als der Schreinermeister J. Zuschlag, nach der Rettung eines Kindes, anstelle der zugedachten Rettungsmedaille um eine Schankerlaubnis bat.
Dieser größte Gutshof in Bettenhausen besaß seit 1689 die „alleinige Schank- und Herbergierungsgerechtigkeit“. Mit der Belebung der heimischen Wirtschaft mit industriellen Anlagen, mit „Manufakturen“, belebte sich auch der Verkehr durch die Straßen in Bettenhausen. Vorüber an seinem Südrande zog die Poststraße nach Leipzig und nach Berlin, nördlich davon nach Hannover. Ein Verzeichnis der Kasseler Postkurse vom Jahre 1735 zeigt, dass der regelmäßige Postdienst auf diesen Straßen damals ein sehr lebhafter war, ganz abgesehen von der Frachtfahrt, die für Bettenhausen ein besonderes Interesse gewann im Hinblick auf die Schank- und Herbergierungsrechte.
Der älteste über die Schank- und Herbergierungsgerechtigkeit zu Bettenhausen vorliegende Erbleihebrief datiert vom 4. November 1689. Weitere Erbleihebriefe sind noch aus den Jahren 1797 und 1821 bekannt. Wer außer dem Inhaber des Erbleihebriefes zu Bettenhausen einen Ausschank haben wollte, konnte das nur durch einen Untervertrag mit jenem erreichen. Hier denken wir an die wiederholten Versuche des Schreinermeisters Jakob Zuschlag, eine Schankgenehmigung zu erhalten. Erst als er 1891 unter Einsatz seines Lebens ein Kind aus der Hochwasser führenden Losse gerettet hatte und dafür ausgezeichnet werden sollte, verzichtete er auf die Rettungsmedaille und erbat sich an Stelle dessen die Konzession für eine Gastwirtschaft, die er dann „Insel Helgoland“ nannte. Erst 1916 wurde die so genannte „Lambrechtsche Schank- und Herbergierungsgerechtsame“ völlig abgelöst.
Elbeltshof, 1971, vom Kirchturm der Marienkirche aufgenommen.
Foto:H. Knoke
Text: Wilgard Schiller 2005
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Kurzbeschreibung |
Der "Lambrechtsche-Hof" (später Elbeltshof) hatte von 1689 an lange Zeit die alleinige "Schank- und Herbergierungsgerechtigkeit“ in Bettenhausen. Dies änderte sich erstmals 1891, als der Schreinermeister J. Zuschlag, nach der Rettung eines Kindes, anstelle der zugedachten Rettungsmedaille um eine Schankerlaubnis bat |
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