Die Gaststätte Nadler in der Leipziger Straße, 1941 (Foto: Archiv Geschichtskreis Bettenhausen)
Die Gaststätte Nadler bestand seit Ende des 19.Jahrhundert bis 1950, ab 1952 zog die Bayern-Stuben, Inh. Lehmkuhl, in das Gebäude ein. Die Gaststätte Nadler trug einst den Namen „Zum Hessischen Hof". Diese traditionsreiche Gaststätte war für die Bettenhäuser ein Begriff für Geselligkeit, für die der große Saal den richtigen Rahmen bot. In ihr hatten die Handwerksmeister und Geschäftsleute ihren Stammtisch. Das Bürgertum kam zu seinen unterschiedlichen Feiern (Stiftungsfeste, Weihnachtsfeiern, Lumpenbälle usw.) hier zusammen. Besonders in Erinnerung ist das 1932 aufgeführte Heimatstück von Wilhelm Ide „Die Werkstatt im Grünen" mit dem Bettenhäuser Lied. Die Aufführung erfolgte aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Bürgervereins Bettenhausen.
Die Ansichtskarte aus den 1960er Jahren zeigt, v. l., die Leipziger Strasse 151, Bayern Stuben (ehemals Gaststätte Nadler) und Kino (Thalia) sowie die Leipziger Str. 153, Fa. Pilzegrimm. Am 31.8.1948 nahmen im Saal die „Thalia-Lichtspiele" ihren Betrieb auf. Der erste Besitzer war Herr Schabacker, danach Walter Weber. Hier erfreute sich jung und alt an den Filmvorführungen, die damals eine Attraktion für Kassel waren. Nachdem viele neue Kinos in der Innenstadt entstanden, und dort die neuesten Filme gezeigt wurden, lohnte es sich auf die Dauer nicht mehr, hier, im Vorort, ein Kino zu betreiben. Der Saal und die Gaststätte wurden 1967 abgerissen.
Editor: Erhard Schaeffer, 2010
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Kurzbeschreibung |
Ein Blick in die Leipziger Straße mit der Gaststätte Nadler und dem Thalia-Kino. Daneben befindet sich das Geschäft von Familie Grimm (Pilzegrimm). |
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